„Ich fand es eigenartig, als mitten im Sommer ein Studientag in Aachen am 14. November online verlegt wurde. Ich wollte nach dem Themen-Tag in Dortmund und einem Predigtdienst dorthin weiterfahren – und dann kam alles ganz anders und ich staunte… nicht nur über die Aachener Entscheidung. Es gab noch mehr zu staunen“, sagt Astrid Eichler.
„Seit einem Jahr bin ich nebenberuflich in einem Pflegeheim tätig. Dort gab es seit 6. November Bewohner und Mitarbeiter mit einer Corona-Infektion. Die Situation spitzte sich zu. Es fielen viele Mitarbeiter aus und ich spürte die Not der Verantwortlichen. In mir klang die Frage auf: Wer ist mein Nächster? (vgl. Lk.10,29)
In mir formte sich eine klare Antwort. Ich konnte nicht zu den Singles im Ruhrgebiet fahren und die Senioren und Mitarbeiter im Stich lassen…
- Wunder: Wir kamen mit Leitungsteam, Vorstand und mit dem Dortmunder Team unkompliziert am Donnerstagabend zu einer einmütigen Entscheidung – traurig – aber voller Vertrauen zu Gott und untereinander stellten die anderen mich frei. Monika aus dem Leitungsteam war sofort bereit, inhaltliche Teile zu übernehmen. Durch die Reduzierung ihrer Arbeitszeit konnte sie sich am nächsten Tag den Vorbereitungen widmen. Und ich hatte tatsächlich ungewöhnlich früh schon manches für Dortmund vorbereitet, sogar eine Power Point Präsentation.
- Wunder: Am Freitagmorgen nahm ich per Smartphone verschiedene Videobeiträge für beide Veranstaltungen auf. Es floss und funktionierte. Wer weiß, wie oft Technik gerade dann, wenn es drauf ankommt, nicht funktioniert, der weiß, was für ein Wunder das ist. Auch der Videoschnitt gelang.
- Wunder: Am Samstag in Dortmund hatte niemand daran gedacht, wie die Videoton-Übertagung laufen sollte. Walter war dafür zuständig, dass es irgendwie funktionieren sollte. Aber es fehlt ein Kabel… Während das Dortmunder Team gerade für das technische Gelingen betet, stöberte er in einer Abstellkammer… und fand eine Kiste voller Kabel – darunter auch zwei, die zusammen zum Adapter wurden, um Notebook und Verstärker zu verbinden.
- Wunder: Ich war am Wochenende im Pflegeheim überaus gefordert. Die Situation war sehr speziell und es war so kostbar zu spüren: ich bin am richtigen Platz, genau dort, wo Gott mich jetzt haben will. Und am Montag wurde ich nicht in Aachen erwartet. Das war ja schon im Sommer entschieden worden. Wie gut!
Als ich mit einigen vom Dortmunder Team telefonierte, waren wir voll Dank. Es war alles GANZ ANDERS gelaufen, aber voller Wunder… und die fast 50 Teilnehmenden gingen beschenkt nach Hause. Es war ein Gemeinschaftserlebnis besonderer Art. Gemeinschaft war nicht „verflixt“, wie es im Thema des Tages hieß, sondern wunderschön spürbar. Und wir haben es ganz praktisch geübt: Gemeinschaft braucht Flexibilität. Wo Vertrauen herrscht ist vieles möglich und dann ist Gemeinschaft ein riesen Geschenk.“












