Das Single-Dorf wird Realität

Ein Dorf für Singles. Ein Traum wird Realität.

Ein Ort, an dem Begegnung nicht dem Zufall überlassen bleibt.
Wo Menschen sich wirklich kennenlernen.
Wo Gemeinschaft wieder selbstverständlich ist.

Wir haben eine außergewöhnliche Nachricht bekommen…
und eine Idee, die größer ist als alles, was wir bisher gemacht haben.

Ein eigenes Dorf. Für Singles.
Für echte Verbindung.

April, April 😉

Ganz so weit sind wir (noch) nicht.
Ein eigenes Single-Dorf bleibt vorerst eine schöne Vision.

Aber mal ehrlich:
Wäre das nicht genau das, was viele sich wünschen?

Ein Ort, an dem man sich nicht durch Apps klicken muss.
Sondern Menschen wirklich begegnet.

Und genau darum geht es uns.

👉 Gemeinschaft neu denken.
👉 Räume schaffen, in denen echte Begegnung möglich wird.

Deshalb haben wir etwas ganz Reales getan:

Unsere Webseite ist komplett neu.

Klarer. Persönlicher. Inspirierender.
Und voller Möglichkeiten, echte Gemeinschaft zu erleben.

Aktuelles

Solo&Co

Gemeinschaft to go in Münster

von Walter Lutz | 14. Sep. 2017 | Allgemein

Vor ein paar Wochen haben wir euch hier die Idee von der `Gemeinschaft to go` vorgestellt und gefragt:  Könnten wir sowas nicht bei Solo&Co hinkriegen? Auf das Blog-Post hin mailte Andrea: ‚Ich habe in Münster eine wunderschöne Wohnung mit einem Gästezimmer, das viel zu oft leer steht. Gerne stell ich es zur Verfügung und freue mich darauf, Gemeinschaft erstmal auf Zeit zu leben. Mal sehen, was draus wird.‘ Patricia und Andrea erzählen, wie’s war.

Patricia: Ich dachte, die Leere muss nicht so bleiben und rief einfach an. Andrea erzählte, das sie Ende 50 und Familienfrau sei und nun schon lange Single. Das erste Telefonat ermutigte mich, sie klang so sympathisch und offen.
Andrea: Unsere Telefonate waren überraschend offen. Wir kannten uns ja nicht, aber die Gespräche waren im Fluss und wir gaben uns gegenseitig Einblick in unser Leben. So zeigte sich auch schnell, dass wir uns beide nach Mee(h)r sehnen. Schnell einigten wir uns auf vier Tage Ende August, an denen ich laut Dienstplan einen Freitag frei haben würde ‒ ideal für einen Ausflug an die Nordsee.
Patricia: Zum ersten Mal seit langer Zeit holte mich jemand von der Bahn ab, wie wohltuend und ungewohnt schon das. Das Bett war bereits bezogen, Betthupferl und Segensgruß erwarteten mich. Zu den Mahlzeiten am Morgen und am Abend verabredeten wir uns jeweils konkret, dazwischen blieb Zeit für eigene wie für gemeinsame Vorhaben.  Während Andrea arbeiten ging, nahm ich Kunden-Termine wahr. Unsere Koordination ging überraschend leicht.
Andrea: Ja, genau!
Patricia: Jede sprach aus, was  ihr wichtig ist, und dann verständigten wir uns. Sie sagte Bescheid, als es später als geplant mit dem gemeinsamen Abendessen wurde. Das berührte mich, weil genau das sonst fehlt, das Aufeinander-Bezogen-Sein.
Andrea: Es ist ein schönes Gefühl, dass jemand da ist, wenn ich nach Hause komme; dass jemand da ist – einfach so – den es interessiert, ob ich um 19 Uhr oder erst um 20 Uhr nach Hause komme. Gut war, dass es keine Missstimmung gab, weil ich später kam.
Patricia: Ich hab’s genossen, gemeinsam den Tisch auf und ab zu decken, Mahlzeiten Hand in Hand zuzubereiten, Tischgemeinschaft zu haben. Es tut gut, Themen ohne große Verabredung besprechen zu können, Losungen zu lesen, gemeinsam zu beten. Es ist schön, nach einem vollen Tag, Eindrücke mit einem Gegenüber teilen zu können.
Andrea: Auch wenn ich mich nicht pünktlich aus dem Arbeitsalltag herausziehen konnte, gewann ich einen anderen Blick: Die Arbeit ist nicht alles, nimmt mich nicht gefangen, sondern es gibt einen Ausblick. Es ist Aussicht auf Gemeinschaft da, auf einen Ausgleich von Beruf und Freizeit, weil ich mein Denken und Erleben teilen kann und damit auch loslassen. Ich kann an ihrem Leben teilnehmen, an ihren Gedanken und Impulsen, so ganz persönlich. Raus aus dem Hamsterrad Arbeit und dem Kreisen der Gedanken um die eigenen Belange. Und das ganz ohne „Termin“, was bedeuten würde, noch einmal weg von Zuhause oder Besuch zu empfangen. Das zieht Überlegungen nach sich wie: Ist die Wohnung aufgeräumt?,  hab ich etwas anzubieten?, hoffentlich wird es nicht zu spät, ich muss früh aus dem Bett usw.
Patricia: Klar muss man sich auch einstellen, auf eine Diät und andere Essgewohnheiten; darauf, dass das WC besetzt ist, wenn man doch selbst ganz dringend muss;
Andrea:  Ja, zwei Toiletten wären gut 😉
Patricia:  … auf einen anderen Tagesrhythmus, auf die Ordnung des anderen. Es ist eine Übung, das Fremde willkommen zu heißen.
Andrea: Diese Übung schleift die eigenen Ecken und Kanten ein bisschen rund! Wichtig ist allerdings: Bedürfnisse müssen ausgesprochen werden, sonst hat der/die Andere ja keine Chance, damit umzugehen und Lösungen zu finden … und so funktioniert erst die Spiegelung, bei der eigene Seltsamkeiten bewusst werden und hoffentlich (ich schließe mich selbst nicht aus!) zum Nachdenken anregen.
Patricia: Ich hab gemerkt: Andrea hat Erfahrung damit, andere in ihren persönlichen Bereich zu lassen, teilt ganz selbstverständlich ihre Wohnung mit all ihren Möglichkeiten, ist geübt, im Kompromiss aushandeln und sich einstellen.
Andrea: Manchmal!
Patricia: Ich weiß nicht, ob ich meine Küche so bereitwillig teilen kann. Als Gastgeberin muss ich noch alles selbst tun. Da ist bei mir noch Lernbedarf …
Andrea: Wenn der Wunsch nach Gemeinschaft besteht, dann ist `Gemeinschaft to go‘ eine gute Gelegenheit, anzufangen und sich selbst auszuprobieren. Ich kann das für mich passende Maß an Nähe und Distanz herausfinden und das Ansprechen üben. Wir können miteinander Freude erleben, aber auch Grenzen. Wo brauche ich Rückzug, wo Zeit für mich allein? Was kann ich aushalten und akzeptieren, was geht gar nicht … ‚Gemeinschaft to go‘ gibt die Freiheit zu lernen, ohne sich gleich festzulegen … mutig zu sein, Unbekanntes und Ungewohntes auszuprobieren … überrascht zu werden… Also, was haben wir zu verlieren???
Habt ihr nicht auch mal Lust, `Gemeinschaft to go`  auszuprobieren? Als Gastgeber oder als Gast? Es braucht dafür nicht unbedingt ein eigenes Gästezimmer, ein Schlafsofa tut’s auch.
 Bild: ‚© Digimagic  / pixelio.de