Einige von uns kennen Irene Widmer-Huber entweder als Mit-Autorin bei Astrids Buch „Es gibt was Anderes“ oder auch persönlich aus dem Gemeinschaftshaus Moosrain in der Schweiz. Nun hat sich die Gemeinde-Diakonin, Trauma-Coachin und Gemeinschaftserfahrene dran gemacht, das Gefühl des Alleinseins näher unter die Lupe zu nehmen. Oft gibt es den Anstoß, sich zu mehr Gemeinschaft aufzumachen.
Ein paar Stichworte müssen hier genügen, um zu umreißen, welche Fundgrube dies schmale Büchlein ist: Allein oder einsam? – Spannendes aus der Forschung – Einsamkeit gehört zum Leben – Die eigene Einsamkeit gestalten – Aufbruch zu tragenden Beziehungen – ein kleines Gemeinschafts-Survival-Kit – Feste feiern wie sie fallen – hilfreiche Websites und Bücher. Dazwischen hat Irene Widmer-Huber eigene und fremde Gedichte und kluge, versöhnliche, ermutigende Gedanken gestreut und typografisch abgesetzt. „Einsamkeit kann uns gefangen nehmen. Sie muss aber kein Gefängnis bleiben, sondern kann ein Weg zu mehr Leben werden,“ schreibt Astrid nach der Lektüre.
Das Taschenbuch ist leicht lesbar, aber es wäre schade, es mal eben schnell wegzulesen. Es lohnt, immer mal wieder hineinzuschauen und einem Gedanken nachzugehen. So kann es ein hilfreicher Begleiter auf der Suche nach mehr Gemeinschaft sein. Leseprobe: Das Buch ist in der Schweiz erhältlich über www.fontis-shop.ch, in Deutschland und Österreich bei www.fontis-shop.de oder in jeder Buchhandlung.
Irene Widmer-Huber: Zu viel allein ist ungesund. Paperback, 128 Seiten, 17,80 CHF bzw. 15 EUR.












