Dani kommt aus dem Pott, aus Doooaaaatmund – das ist nicht zu überhören. Wenn im Anmeldeformular nach dem Beruf gefragt wird, pinselt sie ‚Zahlenschubserin‘ rein, dabei wäre Steuerfachwirtin korrekt. Das sind die Leute, die sich den ganzen Tag mit Lohnabrechnungen, Steuererklärungen und Jahresabschlüssen befassen. Also Dingen, denen sich unsereins nur unter Androhung von Zwangsgeld widmet. Das hat die 40-Jährige bislang nicht vergrämt, und Korinthen kackt sie auch keine. Dani ist ein Mensch mit viel Humor und Herz. Für eine „eigentlich Schüchterne“, O-Ton Dani, waren Zahlen offenbar das Tor, um in Kontakt mit Menschen zu kommen. Man müsste fast Seelsorger sein in diesem Berufsfeld, weiß sie inzwischen.
Sie ist seit ihrer Kindheit landeskirchlich geprägt und vielfältig in ihrer Gemeinde aktiv, singt im Gospelchor, denkt mit anderen über besondere Gottesdienste nach, trägt Verantwortung als Presbyterin. Über das Gemeindemitglied Ulrike S., eine der vielen munteren Soloisten in der überhaupt sehr rührigen Ruhrgebiets-Truppe, stieß sie zum Stammtisch von Solo&Co. Seit knapp drei Jahren mischt sie dort mit – hilfsbereit, zupackend und lösungsorientiert wie es ihre Art ist. Das blieb der Bundesreferentin nicht lange verborgen. Und so fragte Astrid Eichler an, ob sie nicht in die Buchhaltung des Trägervereins einsteigen wolle. Seit ein paar Monaten wächst sie Stück für Stück in die Aufgabe hinein, die Brigitte Heinhold viele Jahre lang allein geschultert hat.
Die Bandbreite ihrer Aktivitäten ist weit: Schwimmen, Hundeverein, Lesen, Freundinnen treffen, Karl May lesen, Norwegisch lernen, Gehirnjogging und ganz besonders: Spiele aller Art. Wir haben alle ein Kind in uns, aber kaum jemand geht so offen und unmittelbar damit um. Sie hat gelernt, mit sich selbst klarzukommen, ist versöhnt mit ihrem Stand. Eigentlich brauche sie Solo&Co nicht, um eine ausgefüllte Woche zu haben, lacht sie. Deshalb kann Solo&Co sie brauchen. Nicht nur als Hüterin des Schatzes ist Dani ein Segen fürs Netzwerk.












