Das Single-Dorf wird Realität

Ein Dorf für Singles. Ein Traum wird Realität.

Ein Ort, an dem Begegnung nicht dem Zufall überlassen bleibt.
Wo Menschen sich wirklich kennenlernen.
Wo Gemeinschaft wieder selbstverständlich ist.

Wir haben eine außergewöhnliche Nachricht bekommen…
und eine Idee, die größer ist als alles, was wir bisher gemacht haben.

Ein eigenes Dorf. Für Singles.
Für echte Verbindung.

April, April 😉

Ganz so weit sind wir (noch) nicht.
Ein eigenes Single-Dorf bleibt vorerst eine schöne Vision.

Aber mal ehrlich:
Wäre das nicht genau das, was viele sich wünschen?

Ein Ort, an dem man sich nicht durch Apps klicken muss.
Sondern Menschen wirklich begegnet.

Und genau darum geht es uns.

👉 Gemeinschaft neu denken.
👉 Räume schaffen, in denen echte Begegnung möglich wird.

Deshalb haben wir etwas ganz Reales getan:

Unsere Webseite ist komplett neu.

Klarer. Persönlicher. Inspirierender.
Und voller Möglichkeiten, echte Gemeinschaft zu erleben.

Aktuelles

Solo&Co

Gott gebraucht auch „Spätzünder“

von Walter Lutz | 10. Feb. 2025 | Allgemein

Es ist Freitag, 15 Uhr. Ich sitze im Studio des kleinen lokalen Radiosenders und schiebe den Regler für die Titelmusik unseres wöchentlichen Programms hoch. Der Sender befindet sich in Montes, einem kleinen Ort, etwa 100 km von Uruguays Hauptstadt Montevideo entfernt. Jetzt ist das für mich selbstverständlich, und ich bin mit weniger Notizen auch viel entspannter. Aber das war nicht immer so. Und es gab Zeiten, da habe ich mir überhaupt nicht vorstellen können, irgendwohin „in die Mission“ zu gehen.

Als junger Mensch war der Start ins Berufsleben etwas holprig, später war ich verheiratet, mein Mann nicht gesund; dann war ich allein und wollte meine Sicherheit eines festen Arbeitsplatzes in Deutschland nicht aufgeben. Viele Gründe, um nicht ins Ausland zu gehen, und schon gar nicht allein und als Missionarin, die auf Spenden angewiesen ist! Aber Gott sprach zu mir – und selbst danach dauerte es noch fast 20 Jahre…

Im Februar 2014 flog ich mit einer Freundin nach Uruguay, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Hier arbeitet auch eine Missionarsfamilie, die ich von Deutschland her kenne, und Gott legte es mir aufs Herz zu fragen, ob ich für ein halbes Jahr zu ihnen kommen könnte. Ich hatte große Bedenken, wie es mit meiner Arbeitsstelle würde, aber Gott hat alle Wege geebnet, so dass ich im März 2015 für ein halbes Jahr ausreiste.

Es war nicht einfach mit der Umstellung, vieles neu und fremd, obwohl ich als Fremdsprachensekretärin die Sprache schon konnte. Ich hatte es auf dem Herzen wiederzukommen und reiste 2017 erneut für zwei Jahre aus. Diesmal fand ich mich – statt in der Hauptstadt – im 100 m entfernten Montes wieder, mit vielen neuen Herausforderungen, die ich mir in Deutschland nie zugetraut hätte. Das Erstaunliche: Es tat mir gut, Neues auszuprobieren! Ohne den Druck, dass es klappen muss, und das auch noch innerhalb einer bestimmten Zeit, wie sonst im Berufsleben. So versuchte ich mich im Malern, Rasen mähen (in Deutschland hatte ich nie einen), half in der Kinderstunde, der Frauenstunde, bei Jugendfreizeiten in der Küche und überhaupt in sehr verschiedenen Bereichen.

Oder die wöchentliche Radiosendung: Eigentlich sollte ich nur unterstützen, aber schon bald bekam ich die Verantwortung übertragen; Hilfe kam und kommt von der Freundin, mit der ich in Uruguay war. Sie schickt mir immer Audios zu einem Thema, die ich dann noch ergänze – und inzwischen habe ich auch gelernt, mit der Technik umzugehen…

2019 ging ich nach Deutschland zurück, allerdings mit dem Ziel, wieder auszureisen, diesmal „für ganz“ – und trotz einiger Hindernisse klappte das auch. Gottes „Salami-Taktik“ war erfolgreich! Wieder ging es nach Montes, in „mein“ Haus, in alte und neue Aufgaben. Die Familie, mit der ich hier arbeite, ging für ein Jahr nach Deutschland und Covid betrat die Weltbühne … eine Zeit mit ganz anderen Herausforderungen. Hilfe kam oft von unerwarteter Seite, und ich konnte nur staunen, wie Gott mir Menschen an die Seite stellte. Er kümmert sich gut auch um die Bedürfnisse Alleinstehender.

Es gibt immer etwas zu tun. Man könnte immer noch mehr machen. Das heißt einerseits, immer wieder bereit zu sein, neue Herausforderungen anzunehmen, aber auch, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Insgesamt bin ich Gott sehr dankbar dafür, noch „im fortgeschrittenen Alter“ immer wieder etwas Neues beginnen zu können.

Merve Doorentz-Hundsdörffer, Uruguay

Der nächste Online-Stammtisch von „weltweit“ findet am 1. März um 14 Uhr MEZ statt. Melde dich hier dazu an.