Guten Tag!
Ganz ehrlich – meine Tage sind aktuell gar nicht so gut. Nichts will rund laufen – so mein Empfinden. Zu wenige Aufträge im Job, das eine oder andere Zipperlein, Kostenexplosion bei unserem Kirchenbau, Probleme über Probleme im Ehrenamt, anstrengende Beziehungen, weil es den anderen auch nicht besser geht…
„Es hat uns niemand versprochen, dass alles glatt läuft“, so hörte ich mich früher zu anderen sagen, die in besonderen Herausforderungen steckten. Und jetzt stecke ich mittendrin in einer solchen Situation. Da nützen schlaue Sprüche wenig, merke ich.
Und da ist ein Freund – ausgesorgt im Ruhestand, seine Ehrenämter an die nächste Generation übergeben – jetzt kann das Leben nochmal durchstarten. Wir hatten gemeinsam noch viel vor. Aber dann kommt diese heimtückische Krankheit, die ihn binnen weniger Monate zum Pflegefall machte.
Ganz ehrlich – dahinter verblassen meine Probleme. Ja, sie sind nicht weg, aber im Nachdenken und Beten verlieren sie an Gewicht, das mich runterziehen will.
Mein Freund spricht von Zuversicht. Ja, es kann einige Jahre dauern, bis er wieder laufen kann, sagen die Ärzte. Aber er hält am Glauben fest, dass Gott es gut meint mit ihm.
Heute früh lese ich in der Bibel. „Glauben heißt kämpfen“ fällt mir die Überschrift ins Auge. Paulus schreibt an seinen Mitarbeiter Timotheus: „Du gehörst zu Gott und stehst in Seinem Dienst. … Dein Leben soll erfüllt sein von Gerechtigkeit, Ehrfurcht vor Gott, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Freundlichkeit. Kämpfe den guten Kampf, der zu einem Leben im Glauben gehört.“ Aha – das klingt nach dem „Es hat uns niemand versprochen, dass alles glatt läuft.“
Und mir fällt ein Lied von Arno & Andreas aus meiner Jugendzeit ein: Bin kein Genie, kein Astronaut, kein Superstar, kein Redner, dem die Massen zujubeln – aber ich bin ein Mitarbeiter des Schöpfers dieser Welt. Das rückt meine aktuelle Sicht aufs Leben wieder mehr ins Lot.
Ich wünsche euch gute Tage an der Hand Gottes!
Walter Lutz (Öffentlichkeitsarbeit), Haiger












